Turm der Zeit und Geschichte
Der Grazer Uhrturm ist das wohl bekannteste Wahrzeichen von Graz
– charmant, geschichtsträchtig und einfach unverwechselbar.
Hoch oben auf dem Schlossberg gelegen, bietet er nicht nur einen
herrlichen Panoramablick über die Stadt, sondern auch spannende
Einblicke in die Geschichte.
Bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, erhielt der Turm im Jahr 1590
seine heutige Form. Besonders auffällig: Die Uhr mit ihren
riesigen Zifferblättern und den „vertauschten“ Zeigern – hier zeigt der
große Zeiger die Stunden und der Kleine die Minuten.
Ein besonderes Kapitel der Geschichte: Als die Festung auf dem
Schlossberg 1809 auf Befehl Napoleons zerstört werden sollte, setzten
sich die Grazer Bürger für den Erhalt des Uhrturms ein – und retteten
ihn durch einen öffentlichen Aufkauf. Seitdem steht er sinnbildlich für
den Stolz und die Heimatverbundenheit der Grazer.
Ob bei Tag oder bei Nacht, ein Besuch beim Uhrturm gehört einfach
zu jedem Graz-Aufenthalt dazu – für unvergessliche Ausblicke, schöne
Spaziergänge und ein Stück gelebter Geschichte.
Inspiriert von der echten Architektur entstand ein stilisiertes Modell des Grazer Wahrzeichens am Schlossberg. Bei der Konzeption war es uns wichtig, nicht nur die markanten Formen des Uhrturms im kleinen Maßstab nachzuempfinden, sondern auch etwas vom besonderen Charakter seiner Umgebung einzufangen – dem Platz, der Aussicht, dem Gefühl, das man mit diesem Ort verbindet. Denn gerade diese Atmosphäre macht ihn zu mehr als nur einem Bauwerk.
Form der neuen Zeit
Das Kunsthaus Graz, wegen seiner außergewöhnlichen Form auch „Friendly Alien“ genannt,
ist eines der markantesten Bauwerke der steirischen Landeshauptstadt Graz.
Eröffnet wurde das Kunsthaus Graz im Jahr 2003 im Zuge des Kulturhauptstadtjahres. Entworfen
von den Architekten Peter Cook und Colin Fournier, begeistert das Gebäude mit seiner organischen,
blasenartigen Form. Besonders auffällig sind die sogenannten „Nozzles“, die wie Augen aus dem Dach
ragen und gezielt Tageslicht in das Innere lenken.
Das Kunsthaus ist kein klassisches Museum mit ständiger Sammlung, sondern ein lebendiger
Ausstellungsort für internationale zeitgenössische Kunst. Wechselnde Ausstellungen, Medienkunst und
experimentelle Formate machen jeden Besuch einzigartig.
Ob Kunstliebhaber oder Architektur-Fan – ein Besuch im Kunsthaus Graz eröffnet neue Perspektiven,
regt zum Nachdenken an und zeigt eindrucksvoll, wie spannend moderne Kunst im Dialog mit
einer historischen Stadt sein kann.
Steinernes Herz der Stadt.
Der Stephansdom, liebevoll auch „Steffl“ genannt, ist das berühmteste Wahrzeichen Wiens
– majestätisch, eindrucksvoll und voller Geschichte. Im Herzen der Wiener Innenstadt gelegen,
prägt er seit Jahrhunderten das Stadtbild und ist ein zentraler
Ort für Kultur, Glauben und Begegnung.
Bereits im 12. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine Kirche errichtet.
Der heutige gotische Dom entstand größtenteils im 14. und 15. Jahrhundert. Besonders
beeindruckend: der 136 Meter hohe Südturm, das kunstvolle Mosaikdach mit über
230.000 Ziegeln und die Pummerin – eine der größten Glocken Europas.
Der Stephansdom war Zeuge vieler historischer Ereignisse, von der Türkenbelagerung bis hin zur
Hochzeit Mozarts. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde er mit großer Hingabe
wiederaufgebaut – ein Symbol für die Widerstandskraft und den Zusammenhalt der Wiener Bevölkerung.
Ob bei einem Rundgang durch das beeindruckende Innere, einem Aufstieg auf den Turm oder beim
Lauschen der Pummerin zu Silvester – ein Besuch im Stephansdom gehört zu jedem Wien-Besuch
dazu und hinterlässt bleibende Eindrücke.
Wächterin am Berg
Die Festung Hohensalzburg thront hoch über der Altstadt und ist das unübersehbare Wahrzeichen
Salzburgs – mächtig, geschichtsträchtig und mit atemberaubendem Ausblick. Als eine der größten
vollständig erhaltenen Burganlagen Europas zieht sie jährlich Besucher aus aller Welt in ihren Bann.
Erbaut wurde die Festung im Jahr 1077 unter Erzbischof Gebhard von Helfenstein. In den folgenden
Jahrhunderten wurde sie stetig erweitert und ausgebaut – vor allem zur Verteidigung und als
Machtzeichen der Salzburger Fürsterzbischöfe. Heute beeindruckt sie mit dicken Mauern,
Türmen, Wehrgängen und prachtvollen Fürstenzimmern.
Die Festung blieb in ihrer Geschichte weitgehend uneinnehmbar – ein Zeichen ihrer strategischen
Stärke. Selbst in kriegerischen Zeiten konnte sie weder von Bauernaufständen noch von napoleonischen
Truppen erobert werden. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich
und wurde liebevoll restauriert.
Ob zu Fuß oder mit der Festungsbahn – der Weg hinauf lohnt sich allemal. Oben erwarten Besucher
faszinierende Ausstellungen, mittelalterliches Flair und ein unvergleichlicher Blick über
Salzburg und die umliegenden Alpen.
Glanz der Kaiserzeit
Der Goldenes Dachl ist das bekannteste Wahrzeichen Innsbrucks
– glänzend, geschichtsträchtig und ein Symbol kaiserlicher Pracht. Mitten in der Altstadt gelegen,
zieht es seit Jahrhunderten die Blicke auf sich und erzählt von Macht, Repräsentation
und höfischem Leben.
Errichtet wurde das Goldene Dachl um 1500 als Erweiterung unter Kaiser Maximilian I.
Der reich verzierte Prunkerker ist mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt,
die ihm seinen Namen verleihen. Besonders auffällig sind die kunstvollen Reliefs und Fresken.
Das Goldene Dachl diente dem Kaiser und seinem Hof als repräsentativer Logenplatz,
von dem aus Feste, Spiele und Veranstaltungen auf dem Platz beobachtet wurden. Heute
beherbergt das Gebäude ein Museum, das Einblicke in das Leben Maximilians I. bietet.
Ob als architektonisches Schmuckstück, historisches Zeugnis oder Fotomotiv –
das Goldene Dachl gehört zu jedem Innsbruck-Besuch dazu und verbindet auf
eindrucksvolle Weise Glanz der Vergangenheit mit lebendiger Stadtkultur.